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Donnerstag, 2 10., 20.00 Uhr, Uwe Tellkamp

1968 in Dresden geboren, geriet er während des Wehrdiensts bei der Nationalen Volksarmee mit dem DDR-System in Konflikt: wegen Lektürevorlieben, die der Obrigkeit missfielen, und vor allem wegen „politischer Diversantentätigkeit“. Als er sich im Oktober 1989 weigerte, zur Niederschlagung der Demonstrationen gegen das DDR-Regime auszurücken, wurde er inhaftiert. Nach der Wende studierte er Medizin und absolvierte eine unfallchirurgische Fachausbildung.

Das Schreiben entdeckte er Mitte der 80er Jahre für sich. Einem breiten Publikum wurde er 2004 bekannt, als er zwei Auszeichnungen bekam: den Dresdner Lyrikpreis und den Ingeborg-Bachmann-Preis, bei dessen Verleihung sich die Jury einig war, einen „großen Autor“ entdeckt zu haben. Dafür spricht nicht nur seine „irritierende geistige Universalität“ (FAZ). Uwe Tellkamp überzeugt auch durch einen meisterlichen Schreibstil und den Bilderreichtum seiner Schilderungen. Und durch seine Vortragskunst.

Bei uns liest er aus seinem neuen Roman „Der Turm“ (Suhrkamp), der das letzte Jahrzehnt im „Dornröschenland DDR“ vergegenwärtigt – und zwar aus der kaum bekannten Perspektive des Dresdner Kulturbürgertums, das sich im Dauerkonflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren geistige Teilzeit-Freiheiten gönnt. Ein facettenreiches zeitgeschichtliches Panorama von großer Lebendigkeit!

Eintritt: 12,- €, ermäßigt für Schüler und Studenten: 6,- €

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