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Peter Stamm

Peter Stamm, geboren 1963 In Weinfelden/Schweiz, studierte nach einer kaufmännisehen Lehre einige Semester Anglistik und Psychologie in Zürich.

Seit l990 arbeitet er als freier Autor und Journalist. Längere Aufenthalte in Paris, New York, Skandinavien und London. Er lebt heute in Winterthur. Peter Stamm war Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift "Entwürfe für Literatur", schrieb für die "Neue Zürcher Zeitung", den "TagesAnzeiger" und die "Weltwoche". Er verfasste Hörspiele und Theaterstücke. "Ungefähre Landschaft" ist sein jüngstes Werk.

Kathrine, 28, Zöllnerin, zum zweiten Mal verheiratet, ein Kind, entschließt sich, allein ihren norwegischen Hafenort nördlich des Polarkreises zu verlassen. Sie fährt nach Süden, bis Paris. Geflohen ist sie aus der Dunkelheit ihrer Heimat, wo sie sich fühlte "als lebe sie nicht". Enttäuscht von ihren Ehemännern, hat sie instinktiv den Ausbruch gewagt. "Die Angst", schreibt Stamm, "ist die Möglichkeit der Freiheit". Aber nur scheinbar kommt es zu dem in gängigen Emanzipationsromanenüblichen Happy End: Sie kehrt um, heiratet jetzt ihren Jugendfreund …

"Ungefähre Landschaft" ist der doppeldeutige Titel einer faszinierenden Topographie der grenzenlosen Weite, des diffusen Lichts, verschwommener Konturen, und auch ebenso
ein Psychogramm der tastenden Orientierungssuche, der vagen Gefühlswahrnehmung, der Bewusstseinsdämmerung.

"So ein unheimliches Buch", schrieb DER SPIEGEL. Und M. Reich-Ranicki: "Ich bin tief überzeugt, daß wir es hier mit einem wichtigen, großen Talent der deutschsprachigen Literatur zu tun haben".

Werke, erschienen im Arche Verlag. Zürich-Hamburg:
Agnes. Roman. 1998
Blitzeis. Erzählungen. 1999
Ungefähre Landschaft. Roman. 2001

Auszeichnungen u. a.:
Raurieser Literaturpreis 1999
Rheingau Literaturpreis 2000
Ehrengabe der Stadt Zürich 2001

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