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Hamid Skif Dienstag, 15. Januar 2008, 20.00 Uhr:
Hamid Skif

1951 in der algerischen Hafenstadt Oran geboren, gab er 1971 sein literarisches Debüt mit einem Lyrikband. Trotz Zensur und anderen staatlichen Unterdrückungsmaßnahmen einschließlich Inhaftierung setzte sich Skif als Journalist unbeugsam für freie Meinungsäußerung ein. Wegen seiner gesellschaftskritischen Schriften und Aktivitäten war er der Verfolgung ausgesetzt und entging nur knapp einem Mordanschlag. Deshalb exilierte er 1997 mit seiner Familie nach Hamburg. Vor sieben Jahren bereits las Skif aus seinen früheren Werken bei uns im LiteraturClub.

Sein mehrfach preisgekröntes Werk, das neben Reportagen und Essays Gedichte und Romane umfasst, ist der Humanität verschrieben: "Ich bin nicht nur Zeuge für Algerisches. Mir geht es um Menschliches." Und genau dieses Anliegen steht auch im Mittelpunkt seines neuen zweifach ausgezeichneten Romans "Geografie der Angst" (Edition Nautilus), dessen Originalausgabe in Frankreich als literarisches Ereignis gewürdigt wurde. In dem eindringlichen Monolog lässt Skif einen Flüchtling zu Wort kommen, den der Mut der Verzweiflung aus seiner Heimat nach Europa trieb. Ohne Papiere sieht er jedoch einer ungewissen Zukunft entgegen. Lesung in Französisch und Deutsch.

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