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Rüdiger Safranski Literaturhaus Nürnberg, Luitpoldstraße 6
Freitag, 27. September 2013, 20.00 Uhr
Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski ist ein Meister der kulturhistorischen Biographik und der ideengeschichtlichen Darstellung. Sein literarischer Durchbruch gelang ihm 1987 mit „Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie“. Zu seinen großen Erfolgen zählen „Nietzsche. Biographie seines Denkens“, „Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus“ und – Literaturhaus-Besuchern durch Safranskis Lesung im November 2007 bei uns bekannt – „Romantik. Eine deutsche Affäre“, die Geschichte einer Geisteshaltung, die er von den Ursprüngen der Epoche bis in die Gegenwart verfolgt.

Ebenfalls zu seinen vielbeachteten Werken gehört „Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit“. Und Martin Heidegger war es auch, der einst – dank der Empfehlung eines Lehrers – das Interesse des 1945 in Rottweil geborenen Rüdiger Safranski an der Philosophie weckte. Safranski studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte. Nach seiner Doktorarbeit verfasste er – statt einer Habilitationsschrift über die Romantik – sein Buch „E.T.A. Hoffmann. Das Leben eines skeptischen Phantasten“: der Anfang seiner internationalen Autorenkarriere, während der er vielfach ausgezeichnet wurde.
Denkanstöße zu wichtigen Themen hat er nicht nur in essayistischen Büchern wie „Wieviel Globalisierung verträgt der Mensch?“ gegeben, sondern auch zusammen mit Peter Sloterdijk als Gastgeber des „Philosophischen Quartetts“ im ZDF.

Bei uns liest er aus seiner druckfrischen Biografie „Goethe – Kunstwerk des Lebens“ (Hanser). Damit bietet er eine einzigartige Gelegenheit, das Universalgenie neu zu entdecken, denn Safranski hatte den Anspruch, den „Mehltau von Meinungen und Interpretationen“, der sich über die Jahrhunderte um Goethe gelegt hatte, „wegzupusten“. Safranski in „Die Presse“: „Ich wollte, dass mir Goethe ausschließlich aus den primären Quellen entgegentritt: aus den Briefen, Tagebüchern und seinen Werken. Das ergibt ein ganz neues Gefüge. Alles ist ganz frisch, als wären wir jetzt bei ihm.“

„Insgeheim nannte ich ihn Goldmund, wegen der natürlichen Eloquenz,
mit der er Philosophie erklärt.“

(Cees Nooteboom anlässlich der
Verleihung des „Welt“-Literaturpreises an Safranski.)

„Safranski ist ein Meister-Erzähler für wirklich interessierte Laien.“

(„Frankfurter Rundschau“)

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