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Herbert Rosendorfer Freitag, 07. Dezember 2007, 20.00 Uhr:
Herbert Rosendorfer
1934 in Gries/Bozen geboren, studierte er erst Kunst, dann Rechtswissenschaften und war u.a. tätig als Staatsanwalt und Amtsrichter in München und als Richter am Oberlandesgericht in Naumburg. Herbert Rosendorfer ist Professor für bayerische Literaturgeschichte und Verfasser eines ebenso umfangreichen wie vielseitigen literarischen Werks, das mehrfach prämiert wurde. Es reicht von "Deutsche Geschichte. Ein Versuch" über Kulturstadt-Portraits wie "Bayreuth für Anfänger" bis zu Romanen wie die fabelhaften "Briefe in die chinesische Vergangenheit" aus der Sicht eines Mandarins, den es aus der chinesischen Sung-Dynastie vor tausend Jahren in das für ihn äußerst befremdliche moderne "Min-chen" verschlägt.

Als literarischer Meister erweist sich Rosendorfer auch in seinem neuesten Erzählband "Monolog in Schwarz" (LangenMüller). Genaue Beobachtungsgabe, Fabulierfreude, umwerfende Fantasie, feinsinniger Humor und Wortwitz zeichnen jede der Erzählungen aus, in denen er die tiefsten Gründe menschlichen Verhaltens aufdeckt und die finstersten Winkel der Seele ausleuchtet. Reihenweise Skurrilitäten fördert er zutage, etwa die mörderischen Anwandlungen eines Staatsanwalts.

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