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Katja Lange-Müller Dienstag, 11. März 2008, 20.00 Uhr:
Hanns-Josef Ortheil

1951 in Köln geboren, veröffentlichte er schon als Junge erste Erzählungen in Tageszeitungen. Wie das Schreiben hat seit jeher auch die Musik eine ganz besondere Bedeutung für ihn. Sein Klavierstudium in Rom verdiente er sich als Kirchenorganist. Nachdem ihn gesundheitliche Gründe zum Abbruch der musikalischen Laufbahn gezwungen hatten, studierte er Musikwissenschaften, Philosophie und Germanistik. 2002 wurde er zum Professor in Hildesheim berufen, wo er an der Universität seit 1990 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus lehrt. Hanns-Josef Ortheils professionelle Karriere als Schriftsteller begann 1979 mit dem Roman "Fermer", der mit dem "Aspekte"-Literaturpreis prämiert wurde. Es folgte eine Reihe weiterer namhafter Auszeichnungen seines Werks.

"Das Verlangen nach Liebe" (Luchterhand Verlag) ist etwas, das – zumindest in besonderen Fällen – nicht verjährt, wie Hanns-Josef Ortheil in seinem gleichnamigen Roman eindrücklich beweist: Einst ein Paar, das als unzertrennlich galt, dann doch 18 Jahre getrennt, begegnen sich der Konzertpianist Johannes und die Kunsthistorikerin Judith im herbstlich-sonnigen Zürich wieder. Erneut magisch voneinander angezogen, stehen doch auch Fragen im Raum, etwa nach den Trennungsgründen von einst und den Zukunftsaussichten des alt-jungen Glücks.

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