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Literaturhaus Nürnberg, Luitpoldstraße 6, Tel. 0911/2342658
Dienstag, 24.1.2012, 20.00 Uhr: Eva Mattes

Sie war die deutsche Stimme von Pippi Langstrumpf und eines der markantesten Gesichter des Neuen Deutschen Films, beeindruckte Reiner Werner Fassbinder durch ihre Disziplin und Peter Zadek durch ihr „Glühen”, wenn sie eine Rolle verkörpert: Eva Mattes, 1954 als Tochter der Ufa-Schauspielerin Margit Symo und des Komponisten Willy Mattes geboren. Als eine der wagemutigsten, wandlungsfähigsten und besten deutschen Schauspielerinnen überrascht Eva Mattes immer wieder durch unbekannte Seiten. Mit 12 Jahren gab sie in „Dr. med. Hiob Prätorius” ihr Bühnendebüt, mit 15 hatte sie ihre erste große Rolle in Michael Verhoevens Antikriegsfilm „o.K.”, der auf der „Berlinale” für einen Skandal sorgte und ihr 1971 den Bundesfilmpreis einbrachte.

Seither hat sie mit den bedeutendsten Regisseuren und Schauspieler-Kollegen gearbeitet, Film- und Theatergeschichte geschrieben, als Konstanzer „Tatort”-Kommissarin Klara Blum zehnjähriges Dienstjubiläum gefeiert, Karriere als Chansonsängerin gemacht und die namhaftesten Preise bekommen – und doch immer wieder an sich selbst gezweifelt: „Ich kann das doch gar nicht … Ich habe das Gefühl, ich fange immer wieder bei Null an.” Doch das ist auch ein Gewinn bei der Interpretation jeder Rolle. Ihr künstlerisches Selbstverständnis, Herausforderungen besonderer Rollen in aufsehenerregenden Produktionen, die Zusammenarbeit mit Fassbinder, Werner Herzog, Ivan Nagel, Peter Zadek und anderen Regisseuren sowie private Höhen und Tiefen schildert sie in ihrer Autobiografie „Wir können nicht alle wie Berta sein” (Ullstein) mit großer Offenheit. Eva Mattes über ihren Anspruch: „Ich habe versucht, mir selbst auf den Grund zu gehen. So mutig wollte ich schon sein.”

Eva Mattes live zu erleben, verspricht ein besonderes Vergnügen – nicht umsonst wurde sie von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung” zur „stillen Königin unter den Vorleserinnen” ernannt.

Vor und nach der Veranstaltung reicht Küchenchef Bernd Rings auf die Lesung abgestimmte Gerichte.

Eintritt: 12,- €, ermäßigt für Schüler und Studenten: 6,- €
Kartenvorverkauf im Literaturhaus Nürnberg, in der Bahnhofsbuchhandlung Schmitt & Hahn und im Thalia-Buchhaus Campe

Keine Kartenreservierung per Mail möglich.

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