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Donnerstag, 27.10., 20.00 Uhr, Frido Mann

1940 in Monterey/Kalifornien geboren, verbrachte als Kind glückliche Zeiten bei seinem Großvater, dem Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann. Er studierte Musik, katholische Theologie und Psychologie und wurde Direktor des Medizinpsychologischen Instituts der Universität Münster. Seit den 1980er Jahren ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane wie „Professor Parcival“, „Terezin oder Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ und „Babylon“.

Die wichtigsten Stationen seiner „Selbstfindung“ zwischen Neuorientierung und „Niemandsland“ schildert Frido Mann in seiner Autobiografie „Achterbahn“ (Rowohlt), aus der er bei uns liest. Darin nimmt er erstmals ausführlich Stellung zu seiner schwierigen Situation als „Lieblingsenkel“ Thomas Manns, durch dessen Roman „Doktor Faustus“ Frido schon als kleiner Junge unfreiwillig bekannt wurde: als Vorbild für Nepomuk Schneidewein, einen Himmelsboten, der sehr zu leiden hatte, bis ihn der Teufel holte – ein Akt der Vereinnahmung, der Frido tief verletzte und verstörte. In „Achterbahn“ beschreibt er den Mann’schen Clan jedoch nicht nur als „Gruselkabinett“, sondern berichtet auch von amüsanten Begebenheiten und künstlerischen Entwicklungen und zeichnet facettenreiche Portraits seiner berühmten Verwandtschaft.

Eintritt: 12,- €, ermäßigt für Schüler und Studenten: 6,- €

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