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Katja Lange-Müller Mittwoch, 27. Februar 2008, 20.00 Uhr:
Katja Lange-Müller
1951 in Ost-Berlin geboren, blickt Katja-Lange-Müller auf eine unkonventionelle Laufbahn zurück. Sie arbeitete z.B. in einer Druckerei und in psychiatrischen Stationen der Berliner Charité, ehe sie am "Institut für Literatur Johannes R. Becher" in Leipzig studierte. 1984 siedelte sie nach West-Berlin über, 1986 veröffentlichte sie "Wehleid – Wie im Leben", wofür sie mit dem
Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde, dem weitere wichtige Auszeichnungen folgten.

Katja Lange-Müller zeigt sich "als genaue Beobachterin und berichtet auf ihre unnachahmliche Weise vom Leben in all seinen Facetten". Diese Würdigung der dpa trifft auch auf den neuen Roman "Böse Schafe" (Kiepenheuer & Witsch) zu, der im Herbst 2007 für den "Deutschen Buchpreis" nominiert war. Schauplatz ist das "abgesoffene, untergegangene, spurlos verschwundene, lustige, bunte Insulaner-Berlin" (Lange-Müller) vor der Wende. Hier beginnt 1987 eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten, die die deutsche Literatur in den letzten Jahren hervorgebracht hat: Soja ist Harry leidenschaftlich verfallen und lässt nichts unversucht, den Drogenkonsumenten zu retten, der ihr einiges verschweigt – ein schwieriger Fall, aber für Soja das größte Glück ihres Lebens, und zwar trotz Harrys befremdlichem schriftlichen Nachlass.

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