Literaturhaus Home titel

neuer termin

Literaturhaus Nürnberg, Luitpoldstraße 6
Donnerstag, 8. November 2012, 20.00 Uhr
György Konrád

„Ich praktiziere den traditionellen Beruf einer gewissen Sorte von Juden, die Disziplin eines Außenseiters, der mit offenen Augen durch die Welt geht“, erklärt György Konrád.

1933 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns im ostungarischen Debrecen geboren, lernte er neben seiner ungarischen Muttersprache auch Deutsch. 1944 entging er nur knapp der Deportation in das Konzentrationslager. György Konrád gilt als intellektuelles Gewissen Ungarns und brachte es als Schriftsteller, Essayist und politischer Beobachter zu Weltruhm. Gewürdigt wurde er z.B. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem internationalen Karlspreis zu Aachen. Die FAZ über sein Essay-Tagebuch „Das Pendel“: „Unbegrenzt scheint der geistige Horizont in diesem Buch eines brillanten ungarischen, mehr noch: urbanen Schriftstellers.“

Zu seinem druckfrischen Buch „Über Juden“ (Suhrkamp) regte ihn eine Frage seines Schriftstellerkollegen Amos Oz an: „Worin besteht dein Judentum, wenn es sich um keine Religion und keine traditionelle Gemeinschaft handelt?“ Die Antwort hat sich György Konrád nicht leicht gemacht, aber Leichtigkeit prägt den Schreibstil in „Über Juden“. Geforscht hat er z.B. nach Wurzeln des Jüdischen, nach jüdischem Leben in verschiedenen Nationalstaaten, familiären Erinnerungsdepots sowie seinen eigenen Erfahrungen und Haltungen.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen

Vor und nach der Veranstaltung reicht Küchenchef Bernd Rings auf die Lesung abgestimmte Gerichte.

Eintritt: 12,- €, ermäßigt für Schüler und Studenten: 6,- € Kartenvorverkauf im Literaturhaus Nürnberg, in der Bahnhofsbuchhandlung Schmitt & Hahn und im Thalia-Buchhaus Campe

Keine Kartenreservierung per Mail möglich.

zurück