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Sarah Kirsch

wurde 1935 in Limlingerode im Südharz geboren und lebt heute in Tielenhemme in Schleswig-Holstein. Nach dem abgeschlossenen Studium der Forstwissenschaft und Biologie in Halle/Saale studierte sie von 1963 bis 1965 am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in Leipzig. Danach lebte sie als freie Schriftstellerin in Ost-Berlin. Im November
1976 unterschreibt sie die Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Sie wird daraufhin aus der SED und aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Im August 1977 verläßt sie die DDR.

Sarah Kirsch ist uns durch zahlreiche Gedichtbände vor allem als bedeutende Lyrikerin bekannt. Jetzt aber erscheint von ihr ein kleiner Band Prosa: "Tatarenhochzeit" (Deutsche Verlags-Anstalt 2003. 16,90 Euro). Es sind Notizen und Reflexionen über ihre persönliche und literarische Existenz in Ost-Berlin in den 70er Jahren. Während Sarah Kirsch das
Igorlied übersetzt, verschränken sich Sage und erlebte Wirklichkeit, werden dramatische Ereignisse im altrussischen Heldenepos zu Analogien und Metaphern für persönliche Hoffnungen, Träume und Niederlagen: "Es ist die Zeit, verrückt zu werden."

Ausgezeichnet wurde Sarah Kirsch u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis 1981 und dem Georg-Büchner-Preis 1996.

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