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Literaturhaus Nürnberg, Luitpoldstraße 6
Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20.00 Uhr, Reinhard Jirgl

1953 in Ost-Berlin geboren, studierte er Elektrotechnik und arbeitete als Service-Ingenieur an der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof. Diesen ungeliebten Beruf gab er 1978 auf, um sich dem Schreiben – das er schon während des Studiums für sich entdeckt hatte – intensiver zu widmen. Dem produktiven Autor wurde jedoch in der DDR eine „antimarxistische Geschichtsauffassung” unterstellt und die Veröffentlichung seiner Werke verweigert – für Jirgl literarisch ein „amtlich verhängter Erstickungstod”.

Nun bieten Jirgls Bücher – etwa „Abschied von den Feinden”, „Hundsnächte” und „Abtrünnig” – Gelegenheit, den außergewöhnlichen Autor zu entdecken, der im Sinn Foucaults auf das subversive Wesen der Literatur setzt, eine ureigene assoziationsfördernde Schreibweise kultiviert und durch suggestive Sprachbilder zu fesseln versteht. Jirgl wurde vielfach ausgezeichnet, z.B. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Josef-Breitbach-Preis und in diesem Jahr mit dem Büchner-Preis.

Bei uns liest er aus seinem Roman „Die Stille” (Hanser). Darin lässt er das 20. Jahrhundert und die Geschichte zweier Familien durch verschiedene Erzählstimmen lebendig werden, die Privates und Erfahrungen mit fünf politischen Systemen vergegenwärtigen.

„Eines der bedeutendsten Bücher unserer Zeit. Jirgls Werk ragt heraus, weil es einzigartig ist” (Die Zeit).

Eintritt: 12,- €, ermäßigt für Schüler und Studenten: 6,- €

Vor und nach der Veranstaltung bietet unser Küchenchef Bernd Rings auf die Lesung abgestimmte Gerichte an.

Der Kartenvorverkauf im Literaturhaus Nürnberg, in der Bahnhofsbuchhandlung Schmitt & Hahn und im Thalia-Buchhaus Campe hat bereits begonnen.
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