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Prof. Eugen Gomringer Prof. Eugen Gomringer

1925 in Bolivien geboren, studierte Gomringer Nationalökonomie, Kunst- und Literaturgeschichte an der Universität Bern. Anschließend volontierte er bei der Zeitung "Der Bund", war Mitbegründer der Kunstzeitschrift "spirale" und arbeitete als Sekretär von Max Bill an der Hochschule für Gestaltung Ulm. 1967 wurde Gomringer Kulturbeauftragter der Rosenthal AG in Selb, wo er u.a. am Grenzlandtheater wirkte, Ausstellungen organisierte und vor allem die bekannte Serie "Hundert Künstler für Rosenthal" betreute. Heute lebt und arbeitet er im Kunsthaus Rehau/Oberfranken, wo sich auch sein "Institut für Konkrete Kunst und Konkrete Poesie" befindet.

Berühmt ist Gomringer bereits seit den 1950er Jahren als "Vater der Konkreten Poesie", einer Dichtung, die – analog zur Konkreten Kunst – nur für sich selbst steht: Buchstaben, Wörter oder Satzteile treten als "Konstellationen" direkt dem Leser gegenüber und lösen Assoziationen aus. Diese neue Art der Lyrik wurde zunächst von vielen Lesern als provozierend oder rätselhaft empfunden, Autoren wie H. Heißenbüttel hingegen empfanden sie auf Anhieb als "Befreiung".

2006 erschienen Prof. Gomringers "Biographische Berichte" unter dem Titel "Kommandier(t) die Poesie!" (Edition Signathur, Dozwil/Schweiz).

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