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Fatma Bläser: "Hennamond"

in Kooperation mit dem Frauenhaus Nürnberg

Fatma Bläser wurde als Tochter kurdischer Eltern in einem ostanatolischen Dorf geboren und zog im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie ins Rheinland um, wo sie nach wie vor lebt. Die Autorin engagiert sich in Lesungen, bei Podiumsdiskussionen und TV-Auftritten sowie als Fachreferentin in Schulen gegen die Unterdrückung der Frauen im islamisch-türkischen Kulturkreis, gegen Ehrenmorde und Zwangsheiraten.

"Entweder heiratest du ihn – oder ich bringe dich um": Mit dieser Drohung versuchte der Vater von Fatma, seine 18-jährige Tochter zum Gehorsam zu zwingen. Dass sie den Mann heiraten muss, den er in der früheren Heimat Ostanatolien für sie ausgesucht hatte, war für ihn eine Selbstverständlichkeit, entsprechend seinem traditionell patriarchalischen Denken. Statt sich dem Druck zu beugen, floh Fatma aus den Klauen der Familie und baute unter Lebensgefahr eine neue Existenz auf. Ihre Erlebnisse und Emotionen sowie die gesellschaftlichen und familiären Rahmenbedingungen ihres mutigen Weges schildert Fatma Bläser in ihrem autobiographischen Roman "Hennamond" (Goldmann Taschenbuch Verlag) auf eindringliche Weise. Er handelt nicht zuletzt von ihrem "Spagat zwischen den Kulturen"und den damit verbundenen schmerzlichen Erfahrungen.

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