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Hilde Domin

1909 in Köln als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts geboren, studierte sie zunächst Jura, anschließend Philosophie (unter anderem bei Karl Jaspers), Soziologie und nationalökonomische Theorie. Während der NS-Diktatur wurde Italien für sie und ihren Mann zur ersten Exil-Station. 1939 emigrierte das Ehepaar nach England, 1940 nach Santo Domingo. Seit 1954 lebt Hilde Domin wieder in Deutschland.

1951 entstanden ihre ersten Gedichte, 1956 erschien ihr Debütband "Nur eine Rose als Stütze". Seither verfasste sie ein umfangreiches lyrisches Werk (Fischer Verlag) sowie Prosatexte, etwa autobiografische Schriften, die Heinrich Böll als "klug, präzise und allen Situationen gewachsen" würdigte. In ihren Texten reflektiert sie Sinn, Zweck und Wirkungsmöglichkeiten von Poesie, etwa in ihren Frankfurter Poetikvorlesungen unter dem programmatischen Titel "Das Gedicht als Augenblick der Freiheit".

Hilde Domin ist eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartslyrik. Sie wurde vielfach geehrt durch namhafte Auszeichnungen, darunter der Nelly-Sachs-Preis und der Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth. Walter Jens schätzt an ihrem Werk die "Vollkommenheit im Einfachen".

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