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Zsuzsa Bánk

Mit ihrem ersten Roman "Der Schwimmer" überraschte Zsuzsa Bánk die literarische Szene: "der erfolgreichste Debütroman des Herbstes 2002" (Jochen Hieber, FAZ und Weimarer Salon, MDR), von den NN gelobt und von SZ- und ZEIT-Kritikern ausdrücklich empfohlen.

Einfühlsam und bewegend, ohne Pathos, aber mit tiefer Melancholie, wird eine dramatische Geschichte erzählt: Ohne ein Wort verläßt Katalin ihre Familie und flüchtet während des Ungarnaufstandes 1956 in den Westen, in die Bundesrepublik. Ihr Mann Kálmán verkauft daraufhin Haus und Hof und zieht fortan mit seinen beiden Kindern rastlos durch Ungarn. Während der Vater, völlig desorientiert, in Apathie verfällt, erkunden die Geschwister, der kleine Isti an der Hand seiner Schwester Kata, die ihnen fremde Welt. Und wie bei "Hänsel und Gretel" erfahren sie Ängste und Träume, Trauer und Sehnsüchte. Aber es ist kein Märchen und es gibt kein Happy End. Allenfalls Glücksmomente. Wenn sie das Wasser sehen, einen Fluß oder einen See, wenn sie schwimmen, dann fühlen sie sich leicht und getragen. "Schwimmer" will Isti werden. "Es ist eine Grunderfahrung des Lebens, die wir alle machen: verlassen zu werden, einsam zurück zu bleiben und irgend wie damit fertig zu werden - ein großes Thema", sagt Zsuzsa Bánk. Und literarisch bewältigt hat sie dies laut Péter Nádas in einem "herzzereißenden Roman".

Ausgezeichnet wurde Zsuzsa Bánk mit dem "aspekte- Literaturpreis", dem "Literaturförderpreis der Jürgen Ponto Stiftung" und mit dem "Mara-Cassens-Preis", Bremen. Zsuzsa Bánk liest aus ihrem Roman "Der Schwimmer".

Zsuzsa Bánk, geb. 1965 in Frankfurt am Main, studierte in Mainz und in Washington Publizistik, Politik und Literatur und arbeitete als Buchhändlerin. Heute lebt sie als Autorin und Redakteurin in ihrer Heimatstadt Frankfurt.

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